Nach der lauten Nacht in Barranquilla geht es am nächsten Tag mit dem Bus weiter nach Santa Marta. Die Kolonialstadt ist bunt, laut, fröhlich. Zwei Tage reichen, um die Stadt erkunden und abends in das laute Nachtleben eintauchen zu können. Wir orientieren uns und beschließen nach Minca zu fahren. Wir wollen die unwegsame und bergige Landschaft am Beginn der Sierra Nevada de Santa Marta etwas kennenlernen.
Minca erweist sich als hippes Dorf mit französischer Bäckerei, veganen Lokalen und einer Happy Hour Cocktailhochburg 🍹😋. Unsere Aktivitäten beschränken sich auf die Besichtigung einer Kaffeefarm und einem Mopedausflug, der leider nicht allzu lange dauert, da uns der Regen und damit unpassierbare Schlammpassagen auf den unbefestigten Wegen einen Strich durch die Rechnung machen. Trotzdem ein Platz, an dem wir uns wohl fühlen und die Zeit genießen.
Am nächsten Tag geht es weiter zum Tayronanationalpark, der sich durch seinen bis ans Wasser reichenden Dschungel, das gleich dahinter aufragende Gebirge der Sierra Nevada und tolle, wilde Strände auszeichnet. Zwei Tage verbringen wir wandernd an den Stränden und werden ungewollt, da Sonntag ist, Zeugen der Wochenendbeschäftigung einheimischer kolumbianischer Touristen – dem Selfiemachen und Posen vor den Stränden. Dieses Treiben an den übervollen Hotspots des Parks ist mindestens genauso interessant wie die natürliche Schönheit der Landschaft.

Nach diesem kleinen Ausflug in den Norden machen wir uns auf den Weg zurück nach Santa Veronica, wo unser Kitegepäck gelagert ist. Wir nutzen noch zwei Windtage und erleben in unserer Unterkunft auch englischsprechende Franzosen und Gäste anderer Nationalitäten, so, dass wir uns nett unterhaltend in dieser jetzt kosmopolitischen Umgebung wohler fühlen als eine Woche zuvor 🤗.
Next Stop: Cartagena. Hier geht es rund – Tag und Nacht. Während unter tags und bis ca. 2 Uhr nachts die Touristen lärmen, übernimmt dann um halb drei in der Nacht ein Bagger, 3 Meter von unserem Hotelfenster entfernt, diese Aufgabe und reisst die Innenmauern des gegenüberliegenden Hauses nieder. Es fühlt sich an, als schliefen wir neben einem Presslufthammer. An Schlaf ist natürlich nicht zu denken. Erst als Tini wutentbrannt auf die Straße stürzt und mit dem Baggerfahrer mit nicht misszuverstehenden Gesten kommuniziert, wird die Bautätigkeit beendet 😡🤬. Ob diese Unmutsäußerungen den Ausschlag gegeben haben oder nicht sei dahingestellt… 😉. In der Stadt gefällt uns vor allem das Stadtviertel Getsemaní, das mit seiner KünstlerInnen- und Alternativszene eine sehr fröhliche und entspannte Atmosphäre bis in die Nacht hinein bietet.

Nach Cartagena ist es nun Zeit die Karibikküste – Carabeño – hinter uns zu lassen und in den Amazonas aufzubrechen. Um 06:03 (!) in der Früh geht unser Flug nach Leticia, ins Dreiländereck Brasilien, Peru und Kolumbien, mitten im Amazonasgebiet.




























