Paracas, 3 Autostunden südlich von Lima und Teil der Atacamawüste, stellt die erste Anlaufstelle im sogenannten „Gringo-Belt“ dar, dementsprechend überteuert ist es auch, die Wochenendhäuser der peruanischen Oberschicht tragen noch das ihrige dazu bei.
Meistens herrscht in der Früh Nebel, etwas herbstlich, aber dann taucht doch noch täglich die Sonne auf und bringt den Wind. Es ist nicht mehr ganz Kite-Hauptsaison, wir müssen mit dem Auto in die Reserva Nacional de Paracas fahren, um zu den windsicheren (und ziemlich kalten) Flachwasser-Lagunen zu kommen. Viel Sand, Flamingos am Startplatz, viele Quallen, wieder viele Seelöwen – landschaftlich mal ganz anders, aber auch sehr reizvoll.

Wir unternehmen in unseren letzten Peru-Tagen einige „Touristen-Touren“ wie den Bootsausflug zu den Islas Ballestas („die Galapagos-Inseln der Armen“), eine Mopedtour durch die Reserva – da frieren wir ziemlich, der Humboldtstrom beeinflusst das Klima ziemlich stark -, Sandbuggy-Adrenalin-Fahrten zu den Lagunen in der Wüste, Sandboarden für die breite Masse und natürlich die obligate Pisco- und Weinverkostung, die auf Profit und Geschwindigkeit optimiert ist. Die Touren sind teilweise eine gewaltige Abzocke, teilweise ganz nett.

Auch ein Erdbeben der Stärke 5,4 erleben wir beim Abendessen, plötzlich war der Boden unter unseren Füßen schwammig – nur, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht realisierten, was da gerade vor sich ging…
7 Wochen Peru gehen nun vorüber, viele Eindrücke bleiben…
Peru, das Land der einsamen Kitestrände, der tollen Wellen, des guten Windes… das der Reizüberflutung mit lauter, schnulziger Musik, des Autofahrens auf „Teufel komm raus“, wo Hupen die besseren Bremsen sind, das Land ohne Klobesen, der vielen Desinfektionsflaschen, der Hendln, der Straßenhunde, der Menschenschlangen vor Banken, oder wo man mit 1 Stunde Verspätung noch immer pünktlich ist.
Peru – das Land der Vielseitigkeit: Dschungel, Wüste, hohe Berge und Meer. Freundliche, hilfsbereite Menschen, viel Geschichte, viel Kultur. Sehr interessant und abwechslungsreich, danke Peru, schön war‘s 😊.























