Wir starten das Abenteuer Grenzübertritt, noch haben wir nicht alle Papiere, aber die Autovermietung vermittelt eine etwas unfreundliche Agentin, die uns durch all die Bürokratie vor Ort durchlotst. Ein bisschen Hektik, aber alles klappt super und wir sind über der Grenze. Geld wechseln, neue SIM-Karte besorgen und los geht‘s.
Von einigen Seiten wurden wir vor Kenias Polizei gewarnt, es dauert keine 10 Minuten, wir werden aufgehalten und sollen zahlen… Nach einigem Verhandeln und „hey brother, pay me a lunch…this is not a bribe“ werden es 2 kleine Wasserflaschen und wir dürfen weiterfahren. Hoffentlich war das nicht nur der Beginn in der „corruption free zone Kenya“.
Hier herrschen viel bessere Straßenverhältnisse und wir kommen gut voran. Einen Übernachtunsstopp in Kisumu am Lake Victoria brauchen wir um rechtzeitig für den ersten Evening Game Drive in der Masai Mara zu sein. Mit unserem Auto werden wir hier nicht erfolgreich sein und so bleibt es für die nächsten 2 Tage stehen. Das ist gut so.☺️
Die Masai Mara verspricht viel, vor allem Raubkatzen. Allerdings wurden wir schon bescheidener, da wir verstanden haben, dass sich die Natur und die Tierwelt nicht an unsere Vorstellungen anpassen 😉. Heute aber soll es klappen, wir entdecken 4 Geparden-Brüder, die sich gerade auf die Jagd vorbereiten und sich platzieren. Sie scheinen es dann doch vorzuziehen, den Antilopen, Warzenschweinen und Zebras beim Vorbeiwandern zuzusehen, leider heute keine Jagdaction.

Unsere Lodge befindet sich in der tiefsten Einsamkeit, umgeben nur von Palmen, Hippos, Affen, Löwen, Zebras, … auch hier müssen wir zu unserem Zelt begleitet werden. Die Augen der Buffalos leuchten uns entgegen…
Unser Morning Game Drive startet um 06:15. Es fängt mit dem Rhino an, dann Löwen, die einen gejagten Buffalo zerlegen, daneben eine Löwenmutter, die all die Löwenbabies stillt. Es folgen Leoparden beim Paaren, ein Ereignis, das man angeblich nur sehr selten sieht. Elefanten, Giraffen, Buffalos, Hippos, sogar Schildkröten, die Big Five und noch viel mehr in einem Game Drive. Besser geht’s nicht, das ist nicht mehr zu überbieten, wir freuen uns total.
Wir frühstücken in der Natur und entspannen beim Fotos Aussortieren bevor wir ein Masai Dorf besuchen. Kinder halten uns zum Gruß ihre Köpfe hin, um sie zu berühren. Die Reise in die Vergangenheit ist ähnlich wie bei den Karamojong, die Häuser sind anders, mehr Zimmer auf gleichem Raum, die Dörfer anders aufgebaut. Hier lässt man uns allerdings nicht so sehr an der Kultur teilhaben, es ist ein reiner Besuch des Dorfes.
Am nächsten Tag folgt noch ein kurzer Morning Game Drive und anschließend der Weg nach Nairobi. Die Hälfte der Strecke sitzt der Koch der Lodge auf der Rückbank, der nach Hause fährt. Ein kurzer Stopp an der Tankstelle wegen zu wenig Reifendruck, und schon liegen einige Mechaniker unter dem Auto und finden natürlich einiges was zu reparieren wäre, ein paar Masai, die uns ihr Dorf zeigen wollen und ein paar Kinder, die mit „gimme sweeties“ (wir kennen das jetzt schon) Süßigkeiten erbetteln wollen. Tini versucht den Kindern zu sagen, dass sie das auch gern hätte und schon hat sie das gelutschte Zuckerl eines Kindes in der Hand liegen… 😂
Dann folgt die Verkehrshölle Nairobi, Stau über Stau, dann noch die falsche Abzweigung genommen und gleich nochmal von vorne… Dann endlich das Auto abgeben. Unser Roadtrip East Africa ist nach fast 4 Wochen zu Ende. Es war aufregend und anstrengend, wieder sehr intensiv. Jetzt freuen wir uns schon sehr auf Strand und Wind.


























