Kayaking am Nil, Jinja

Auch Jinja, sicher einer der touristischeren Orte Ugandas, stand eigentlich nicht auf unserem Plan, allerdings gab es so viele Empfehlungen auf unserem Weg, dass wir es nicht auslassen konnten. Wir sind für einige Tage in einer Hütte am Nil einquartiert, sehr entspannend. Ganz fit fühlen wir uns auch nicht und so ist uns diese erholsame Pause sehr willkommen.

Unsere „bescheidene“ Hütte

Gut ausgeruht buchen wir uns einen Tag Kayaking am Nil, verbringen den Vormittag im ruhigeren Wasser und den Nachmittag in ein paar Weißwasser-Stellen. Norbert ist ein wenig enttäuscht, hat er sich den Tag doch ein bisschen „wilder“ vorgestellt. Zeitlich schon ein bisschen in Verzug, finanziell schon um einiges erleichtert, aber trotzdem die Neugier auf das ganz spezielle Whitewater des Nils, weil ohne Felsen, noch immer vorhanden, entscheiden wir uns dann doch für das empfohlene Tandem-Kayaking. 

Es war eine grandiose Entscheidung. Man sitzt im vorderen Sitz des Tandem-Kayaks, wird instruiert was zu tun ist und lässt sich durch wilde Stromschnellen (bis Grad 5) durchführen. Sollte das Boot umkippen, rollt der Guide hinten das Boot einfach wieder auf. Es ist unglaublich lustig, wild, landschaftlich schön, wir surfen Wellen, eine coole Bootsfahrt. Wir erreichen den sogenannten „bad place“, eine Stromschnelle mit Schwierigkeitsgrad 5, die Wahrscheinlichkeit hier im Boot durchzukommen liegt zwischen 5 und 50 Prozent, je nachdem welchen Guide man fragt 😉. Kippt das Boot hier, muss man raus, da gibt es kein Aufrollen mehr… Norbert traut sich und….das Ergebnis gibt es im Video 😂.

Für die letzte Stromschnelle werden Plätze getauscht, Norbert und ich teilen uns ein Boot. Irgendwie scheint es als möchten sich unsere Guides auch noch einen Spaß machen… Kein Problem für uns, wir meistern die Stromschnellen und gehen nicht schwimmen. Wir machen zwar ein paar extra Runden mit dem Kajak, aber am Ende sind wir dort wo wir hin wollten. Ein cooler, letzter Tag in Uganda. Wild genug.