Nach einem ganzen Jahr ohne Schneesport zieht es uns in den Wiener Semesterferien in den Lungau. Endlich wieder Pulverschnee, Tiefschnee und tolle Lines auf tollen Hängen. So soll es zumindest sein. Ein ordentliches Tiefdruckgebiet hat am Wochenende in manchen Gebieten Österreichs für heftige Schneefälle gesorgt, Passstraßen sind gesperrt und die Lawinengefahr ist wegen des damit einhergehenden Windes teilweise auf Warnstufe 4.
Wir finden ein typisches Wirtshaus mit Halbpension in Tweng, Sauna und Hallenbad werden auch geboten. Das Wasser im Bad ist recht kühl, nach der Sauna suchen wir vergebens Liegen zum Ruhen, genützt haben wir das dann daher nicht mehr. Sonst ist die Unterkunft aber sehr in Ordnung – auch amüsant, mit vielen deutschen Skitouristen im Speisesaal zu sitzen….
Aber wir sind ja wegen des Schnees hier. Der erste Tag führt uns aufs Speiereck, nach der ersten Liftfahrt werden alle Lifte wegen des Sturms eingestellt, wir enden mit dem Snowboard im Wald auf einem Ziehweg, bis zur Hüfte im Schnee versinkend…
Die restlichen Tage sind geprägt von tollen Abfahrten abseits der Massen, ein Local nimmt uns mit auf eine fordernde „Geheimabfahrt“ durch den Wald. Wir erfahren, dass den Einheimischen Deutsche lieber sind als meckernde Wiener, und dass Ivica Kostelic gestern mit einem seiner Freunde auch hier Freeriden war.
Insgesamt sind in dieser Woche die Bedingungen schwierig einzuschätzen, Wind und Sonne bescheren uns einmal Powder, dann wieder windgepressten Schnee, manchmal ist es abgeblasen oder gar tiefer Sulz, wie auf den windgeschützen Südhängen am Ende der Woche.
Als Resümee nehmen wir mit, dass es wunderschön war, in der bislang besten Wetter- und Schneewoche des Jahres das Glück gehabt zu haben wieder in den winterlichen Alpen sein zu können – und dass wir mehr davon brauchen… so manches Wintersportgerät wurde noch nicht einmal berührt…😀.





















