Kathmandu

Auch die Hauptstadt Nepals verdient einen eigenen Beitrag, da uns unsere Reise doch immer wieder hierher brachte. Wir wohnten im Touristenviertel Thamel, wo sich ein Outdoor-„Ramschladen“ an den anderen reiht, überall gefakte Northface-Jacken um Spottpreise, dazwischen Klangschalen, gestrickte Handschuhe und Hauben aus Yak-Wolle (wahrscheinlich so echt wie die Northface-Jacken 😉) und Trekking-Agenturen. Eine lebendige Stadt, manchmal aufdringlich, aber freundlich, Tempel und Schreine an allen Ecken und Enden, viele Mopeds, sehr viele Mopeds… vieles vom Erdbeben zerstört und dazu sichtbare Armut.

überall Erdbebenschäden

Wir versuchen uns einen Eindruck zu verschaffen, wandern umher, besichtigen die klassischen Touristenrouten bis zum Durbar Square. Es ist laut, chaotisch und leider auch dreckig. Spannend, aber nach kurzer Zeit möchten wir hier weg, dem asiatischen Stadtleben entfliehen und in die Berge.

Nach unserer Trekkingtour besichtigen wir das aus Ziegeln gebaute Bhaktapur, wo man die Nachwirkungen des Erdbebens deutlich sehen kann. Ein sehr interessanter Ort, leider auch sehr dreckig und zerstört, allerdings ist die Motivation umherzugehen nicht mehr so groß, wir sind müde vom Trekken. Trotzdem wollen wir noch den Pashupatinath-Tempel besuchen, hier finden hinduistische Verbrennungszeremonien statt. Menschen pilgern hierher um zu trauern, sich zu verabschieden, und ihre Verstorbenen zu verbrennen.

Es herrscht Jahrmarktstimmung, alles für die Verbrennung Nötige gibt es in Unmengen zu kaufen, dann stehen Scheiterhaufen am Fluss, manche brennen bereits, manche sind gerade frisch vorbereitet. Wir können diesem Ritual ein wenig folgen, sehen einer Bestattung zu, hochinteressant, aber für uns sehr ungewöhnlich. Viele Leute, bettelnde Kinder, im „heiligen Fluss“ spielende Kinder, Voyeuristen, Dreck, puh, alles etwas viel auf einmal. 

Die letzten Stunden in Kathmandu verbringen wir mit Shopping, PCR-Test, Ausreise-Dokumente zusammen finden, packen, …

Unser Rückflug ist aufgrund des Wetters verspätet, wir verpassen unseren Anschlussflug in Dubai nach Wien und bekommen Kost und luxuriöse Logie von der Fluglinie 🍇🍔🌮🍓😋.