Gorilla Trekking in Rushaga

Unser Weg zu den Gorillas lässt uns für 2 Nächte am Lake Bunyonyi in einer sehr netten Unterkunft, nachdem das geliehene Zelt größen- und wasserfesttechnisch nicht so grandios war, stoppen. Es ist ein wunderschönes Ambiente, ein Ort zum Entspannen, unser Auto (und wir) soll hier nun mal zumindest für einen Tag rasten.

Lake Bunyonyi

In der Nacht beginnt es heftig zu regnen, die Straßen verändern sich zu Lehm-Gatsch-Rutschbahnen, die Mopedfahrer haben keine Chance ihre Bikes zu steuern, auch wir rutschen mit unserem Auto in die Lehmrille. Kinder helfen, schieben an, alle barfuß, weil hier Schuhe einfach sinnlos sind… Wir graben uns so richtig schön ein, sind von oben bis unten in Gatsch gebadet – aber irgendwie scheint das Auto das hinzukriegen und wir kommen wieder raus. Ein kleines Wunder ☺️. Wir entscheiden uns sicherheitshalber für einen Umweg.

In der Lodge angekommen, bekommen wir gleich das Angebot des Autowaschens. Unter anderem der Wetterbericht und der Zustand der Straßen machen das vollkommen unsinning – aber nur für uns 😉. So sehr sich manche Dinge auf der Welt unterscheiden, die Freizeitbeschäftigung des „Fahrzeug-Waschens“ scheint überall beliebt zu sein… 😀.

Mopedwaschen – eine beliebte Beschäftigung

Nach vielen, langen Stunden im Auto kommen wir in Rushaga an, spazieren in den Ort, treffen sehr interessierte Kinder, die angeregt mit uns plaudern. Der Kleinste, wahrscheinlich noch nicht lange auf 2 Beinen, streicht immer wieder über Norberts nackte Füße, wahrscheinlich um zu testen, ob die Farbe seiner Haut auch wirklich echt ist. Sehr süß. 🥰

Am nächsten Tag starten wir zu einem „Community Walk“ der Batwa, ein vom Staat vertriebener Stamm, der nur in den Wäldern des Nationalparks lebte. Man versucht hier auf eigene Faust ein Bewusstsein für die Probleme und die Lebensweise zu schaffen und einen Platz außerhalb des Parks zu finden, um den Menschen ihre Existenzen wieder zu ermöglichen. Ein tolles Projekt, eine so weit entfernte Lebensart für uns, sehr spannend und auch erschreckend.

Im Dorf der Batwa

Nun steht eines der Highlights dieser Reise an, ein Grund für Norberts Wunsch nach Uganda zu fliegen – die Berggorillas im Bwindi-Nationalpark. Juhu, es regnet schon wieder. So wie die letzten Tage. Diesmal glücklicherweise so richtig. Wir stapfen durch den Gatsch des Regenwalds, mit Machete wird der Weg frei gemacht um die Gorillas zu finden. Die „Tracker“, die die Primaten aufspüren sollen, machen gute Arbeit und so finden wir die Gorillas versteckt im Wald. Es hört auf zu regnen, die Affen bewegen sich, wir hinterher – und dann verbringen wir ca. eine Stunde mit diesen unglaublich beeindruckenden und herzigen Lebewesen. Die Familie der „Nshongu“ hat einige Jungtiere, die gleich einmal eine Show für uns abliefern und uns noch viele Stunden später zum Lachen bringen werden… In diesem Sinne: Bilder sagen mehr als Worte.

Es war ein unglaubliches Erlebnis, sicher ein Highlight dieser Reise.