Da es keine direkten Flüge von Wien auf eine der kapverdischen Inseln gibt, gestaltet sich die Suche nach günstigen Verbindungen sehr langwierig. Schlussendlich buchen wir den Hinflug über Amsterdam auf einer niederländischen TUIflyseite (glücklicherweise gibt es Googletranslate 😉), zurück geht es dann über Manchester nach Bratislava.
Die Anreise erfolgt problemlos und so betreten wir am frühen Nachmittag die Insel Boa Vista, auf der, wie im Landeanflug zu erkennen, nicht viel anderes als Sand und Steine existieren. Wir sind aber wegen des Windes und vor allem der Wellen gekommen, und da versprechen die Vorhersagen viel Gutes 😀🏄🏻♂️.
Unser Apartment ist ca. 10 Gehminuten von den Kiteschulen entfernt, liebevoll gestaltet und großzügig ausgestattet. Wir beziehen es und gehen anschließend auf Erkundungstour an den Strand, um uns ab dem nächsten Tag den Storage bei Kitekriol, einer lokalen Kiteschule, zu reservieren. Diese ist ganz nach dem Motto „entspannt – no, stress“ von Locals geleitet, die Gelassenheit und Ruhe ausstrahlen. Alles ist einfach und funktionell gestaltet und man sieht, dass Luxus und materieller Überfluss etwas sind, was diese Menschen hier kaum kennen. In der Zeit, in der keine Kiteschüler*innen unterrichtet werden müssen 😀, gehen sie selbst windsurfen, surfen, wingfoilen oder spielen „Ouril“, ein altes Brettspiel aus der Region. Am Abend wird manchmal die Harpune oder der Speer genommen um sich das Abendessen zu fangen…

Das Kiten gestaltet sich sehr abwechslungsreich: vor der Hauptstadt und der Kiteschule am Morabeza Beach ist der Wind ablandig und abartig böig, manchmal läuft eine extrem saubere Welle, die aber schwer abzureiten ist, da der Wind fast komplett offshore bläst. Deswegen unternehmen wir sehr oft Trips zu abgelegenen Spots: Ervatao bzw. Secret Spot bietet einen Pointbreak und Wellen in der Buchtmitte, Pont Antonio ist ein toller Wohlfühlspot, in Varandinha geht’s wellentechnisch so richtig zur Sache und Paradise ist ein Strand mit Sanddünen, die Wellen sind aber sehr schwierig zu nehmen, da sie sehr oft close-out (gleichzeitig auf der ganzen Länge) brechen. An allen Spots gibt es konstante Windbedingungen, gemäßigte bis wilde Wellen und landschaftlich sind sie ob ihrer Abgeschiedenheit außerordentlich reizvoll.
Nach 17 Windtagen geht es wieder zurück nach Wien, tolle Kitetage, freundliche Menschen und die wilden Esel werden uns noch länger in Erinnerung bleiben.
















