Wir haben tatsächlich Reisestress. Nachdem wir am 30. April in einer Surflodge am Pazifik sein wollen und müssen, bekommen wir ein wenig Stress welchen Teil Perus wir uns bis dahin ansehen werden. Nicht nur, dass wir zu wenig Zeit für eigentlich alles haben (😂😂), die großen Höhen müssen unbedingt mitbeachtet werden. Es wird schlussendlich die klassische „Gringo-Route“, allerdings fliegen wir nach Arequipa auf 2335m, um dort zu starten.
Es ist Ostersonntag, die Stadt ist wie ausgestorben. Fast alles ist geschlossen. Eigenartig, weil doch hier um die Semana Santa ein ziemlich großes Theater betrieben wird… Wir sind deswegen hier irgendwie gefangen, macht aber nichts, es ist gemütlich und wir hängen eine Nacht dran. Auch gut für die Akklimatisierung.
Am nächsten Tag ist die Welt eine andere, viel Verkehr, alles wieder geöffnet, die Stadt ist durch ein Osterwunder wieder „auferstanden“ 😂. Wir schlendern, genießen die Sonne und besuchen ein wunderschönes Kloster.

Im landschaftlich schönen Cañon de Colca verbringen wir die nächsten 2 Tage, wir erreichen fast 5000m, was uns sehr zu schaffen macht, sehen viele Vulkane, Kondore und TouristInnen 😉Daniel, unser Guide, ähnlich aussehend wie Diego Maradona und selbsternannter Antikapitalist, der von den Inkas bis zu den indischen Mönchen spirituell bewandert ist, lässt auch fast keine Minute aus um zu missionieren. Seine Naturmedizin hilft gegen alles, genauso wie seine Holzkette alle Schmerzen fernhält, auf die in seinem Knie hat er allerdings keine Antwort. Momentan haben wir offensichtlich keine spirituelle Verbindung zu unseren südamerikanischen Guides… 🤪

Ein Bus bringt uns nach Puno am Titicacasee, unsere Zeit hier ist allerdings beschränkt, wir entscheiden uns für einen Tag mehr rund um Cusco und müssen deshalb Abstriche machen. Es wird abermals eine klassische Touristentour, aber eine schöne. Auf den schwimmenden Schilfinseln Uros wird uns eine kitschige Show aufgeführt, wie ein buntes Museum kommt es uns vor. Auf der Insel Taquile geht die Show weiter, aber die Aussicht beim Mittagessen auf die bolivianische Cordillera Real und die Rückfahrt auf dem Bootsdach sind grandios… und eiskalt, wir befinden uns auf 3800m. 🥶

Unser durchgetaktetes Programm geht weiter, wir steigen in den Bus nach Cusco. Nach 10 Stunden (inklusive Panne) sind wir fast 3 Stunden zu spät in der Stadt, aber Peru ist ja angeblich das Land, in dem man, wenn man Stunden zu spät kommt, noch immer pünktlich ist…





















