Lower Mustang

Ohne großen Plan ging es für uns mit dem Flieger nach Nepal. Mountainbiken und ein bisschen Trekking – das sollte es werden. Aufgrund der Pandemie war Nepal touristisch nicht sehr ausgelastet und es war einfach, vor Ort zu organisieren. 

Nach ein paar ersten Eindrücken in Kathmandu zieht es uns rasch nach Pokhara. Die 200km mit dem öffentlichen Bus werden aufgrund der Verkehrs- und Straßenverhältnisse zum Tagestrip. Om, unser Bike-Guide, empfängt uns und wir besprechen alle Details bei einem netten Abendessen. 

Das Wetter macht oft einen Strich durch die Rechnung, aber unser Trip startet in einem Flieger für 12 Personen fast unerwartet pünktlich nach Jomsom auf 2800m.

Am Flughafen in Pokhara

Der Flug lässt uns schon ein bisschen Bergluft schnuppern und nach guter Verpflegung und ein bisschen Akklimatisation startet unser Biketrip mit einem gemütlichen Einstieg nach Kagbeni.

Insgesamt werden es 5 Tage auf dem Bike, jeder Tag bietet etwas ganz anderes:  eine „Bergwüste“, kitschig blauer Himmel, richtig hohe Berge, Yak-Herden, kulturelle Highlights wie die morgendliche Waschung der Hindus im eiskalten Fluss und der berühmte Tempel Muktinath, der auf 3800m liegt und sowohl für Hindus als auch für Buddhisten gebaut wurde, endlose Trails bergab, nepalesiche Hotsprings am Abend zur Entspannung (ein Traum!), Dirtroad-Horror-Staub-Straßen mit Bussen, Jeeps voller Pilgertouristen und Mopeds. Wir brauchen viele Fotostopps, nicht nur aufgrund des landschaftlichen Reizes dieser „Bergwüste“, sondern auch um immer wieder Pausen von dem sehr anstrengenden Bergauffahren zu bekommen 😅.

Landschaften verändern sich, so fahren wir vom wüstenähnlichen Gebirge in „kanadische“ Wälder mit Herbstfarben und Ausblick auf Dhaulaghiri, dann auf Annapurna, zum Schluss gibt es dann nur mehr die kilometerlange Staubstraße nach Beni, wo schon unser stundenlanger Rücktransport nach Pokhara wartet. Leider ist es bewölkt, deswegen können wir diesmal die Berge rund um uns nicht sehen.

Dhaulagiri (7. höchster 8000er, links hinten)
Annapurna

Zum Abschluss gibt‘s am Abend noch eine Pizza gemeinsam mit Om, und dann ist unsere „Pauschalreise“ auch schon wieder vorbei… 

Unsere ersten Eindrücke von Nepal sind gewonnen, 125km und 2500Hm sind gefahren, wir hatten unglaubliches Wetter, auf dem Bike ist es in der Höhe aber wirklich anstrengend für uns. Immer wieder hörten wir, dass das landschaftlich nicht das „typische“ Nepal ist, das wollen wir natürlich auch kennenlernen, diesmal auf eigene Faust… aber zuerst brauchen wir ein bisschen Erholung 😩.