Der Regen hat uns eingeholt. Wir versuchen möglichst das Beste daraus zu machen und planen eine verregnete Städte – Tour durch Apulien. Wir beginnen motivationslos in Matera, eingepackt in Regengewand starten wir unseren Spaziergang Richtung Stadtzentrum. „Unverhofft kommt oft“ – die Stadt ist wunderschön, unerwartet beeindruckend, verwinkelt, einfach ganz anders… Unsere Stimmung steigt wieder (so wie die Durchnässung unserer Kleidung 💦). Es ist so schön hier, aber leider sehr kalt und ungemütlich, die italienische Bevölkerung ist in ihre Häuser geflüchtet, nur ein paar andere, vollkommen durchnässte, Touristen sind unterwegs… Wir sind uns einig, hier müssen wir wieder herkommen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass Daniel Craig alias James Bond seinen Aston Martin im aktuellen Film durch die Höhlenstadt von Matera gejagd hat – das wird wohl ein größerer Anziehungspunkt für Reisende sein als die Tatsache, dass es sich um eine europäische Kulturhauptstadt 2019 handelt…

Es regnet weiter. Wir fahren weiter.
Alberobello, ein wenig an Schlumpfhausen erinnernd, ist unser nächster Stopp. Hier ist’s schon etwas touristischer, aber trotzdem sehr hübsch.

Locorotondo erwischen wir sogar im Trockenen, obwohl der Regen weiterhin in der Luft hängt. Es fühlt sich momentan nach Städtetourismus im Schnelldurchlauf an, was sehr schade ist, weil es auch hier so gemütlich aussieht – leider steckt die Feuchtigkeit und Kälte überall drin und es ist leider nicht einladend hier länger zu verweilen…
Langsam gestehen wir uns ein, dass wir dem Regen momentan nicht davon fahren können, wir fahren die apulische Küste („Stiefelabsatz“) trotzdem ab, machen einen kurzen Stopp in Otranto und Norbert startet sogar einen Kite-Versuch am schönen Strand von Alimini (gut, dass es Oktober ist und so stark regnet, denn Bilder dieses Strandes im Hochsommer erinnern an Sonnenschirm-Reihen á la Jesolo und Lignano)
Wind und Wetter sind nicht berauschend. Wir fahren weiter.
Eine mehrstündige Regenpause lässt es zu auch einen apulischen Kletterfelsen in Statte zu testen, nach ein paar Kletterrouten verlangt das Wetter allerdings wieder eine Weiterreise… Ein weiterer Blick auf den Wetterbericht und wir beschließen direkt Richtung Sizilien zu fahren.
Kalabrien ist leider eher eine Durchreise, obwohl wir am Capo Vaticano und in Tropea stehen bleiben, die Schönheit der Strände und der Umgebung lässt sich für uns erahnen, leider liegt überall unglaublich viel Mist herum – ein riesen Problem.
Wir überqueren die Straße von Messina und landen in Sizilien.
























