Arlberg

Lange sind wir unschlüssig, was wir zu Weihnachten unternehmen sollen. Schnee oder Wasser – alles klingt verlockend, nichts bietet sich an. Für warmes Wasser und Wind müssten wir weit fliegen, Schnee liegt sehr wenig. Eine Woche vor Ferienbeginn kommt jedoch von den Meteorologen die erlösende Nachricht, knapp vor Weihnachten soll ca. ein Meter Neuschnee in der Arlbergregion dazukommen. Auf genau das haben wir gewartet 😃. Bei der Suche nach einer Unterkunft haben wir Glück, genau zwischen Rendl- und Galzigbahn hat eine alte Frühstückspension noch für ein paar Tage über Weihnachten ein Doppelzimmer für zwei Personen frei. Tini telefoniert mit der Besitzerin, bucht und reserviert bei der Westbahn die Tickets für die Hin- und Rückfahrt, wir packen in den Boardbag, eigentlich für die Surfbretter gedacht, alle unsere Spielzeuge (Tourenski, Snowboard) die wir vielleicht verwenden werden und begeben uns in einem knallvollen Zug Richtung St. Anton. Für das Gepäck ist in der zweistöckigen Westbahn nicht viel Platz, umso verwunderlicher ist es, dass wir, die Besitzer des Boardbags, ausgerufen werden und fünf Euro Gepäckzuschlag für diese große Tasche zahlen müssen 😳.

St. Anton und seine Pisten sind von Gästen aus Holland, Skandinavien und anderen nicht deutschsprachigen Ländern bevölkert, in den Lokalen werden wir auf englisch angesprochen, deutsch kann das Personal nur in seltenen Fällen. Eine angenehme Ausnahme bildet die Sennhütte über St. Anton, in der wir uns mangels ansprechender Alternativen bei der letzten Abfahrt das Abendessen angewöhnen.

Wir genießen fünf Tage im Tiefschnee bei traumhaftem Wetter. Die Schneequalität auf der Südseite lässt wegen der Sonne und den warmen Temperaturen bald nach, auf den Nordhängen staubt es aber am letzten Tag noch wie am ersten. Gelungene Tage im Schnee, insbesondere, da in dieser Wintersaison kaum mehr Niederschlag nachkommt.