Glücklicherweise haben wir auf dem Campingplatz in Argentiere einen Platz reserviert. Dass das einmal notwendig sein wird haben wir nicht geglaubt. So finden wir für die nächsten 14 Tage einen schönen Platz auf der ziemlich großen, baumfreien Wiese, die mit kleinen Zelten vieler Kletterer voll ist. Der Platz strahlt das typische Klettererflair aus – jeden Morgen werden Seile aufgenommen, Rucksäcke gepackt und am Abend, zweimal in der Woche, der Pizzawagen gestürmt.
Das Klettern ist wunderschön. In toller Kulisse und in bestem Granit wechseln wir Mehrseillängenrouten mit Sportklettertagen ab. Ob auf dem Brévent, in Flégère, dem Barberine, in Servoz oder Vallorcine, um nur einige Klettergebiete zu erwähnen, erwarten uns tolle Routen in fantastischer Umgebung, sehr oft mit dem Mont Blanc-Massiv im Rücken.
Auch das typische Touristenprogramm in dieser Gegend kommt nicht zu kurz. Wir lassen uns mit den Menschenmassen durch Chamonix treiben, stellen uns in die Menschenschlange, die mit der Bahn zum Mer de Glace fährt und reservieren nach einigen Versuchen doch noch die Gondelfahrt auf die Aguille du Midi. Einige Tage war das wegen starken Windes nicht möglich.
In den 14 Tagen im Tal hatten wir großes Wetterglück. So richtig geregnet hat es nur einmal, sonst war es trocken, eigentlich sogar zu warm. Südwände mussten wir meiden, selbst im Schatten waren T-shirt und kurze Hose angesagt.
Ein großer Vorteil des Tales ist, dass man mit dem Touristenpass gratis, falls man hier übernachtet, die öffentlichen Verkehrsmittel benützen darf. Ob Bus oder Bahn, die Anreise ist entspannt und das eigene Auto kann meistens am Campingplatz bleiben. Der starke Autoverkehr in und um Chamonix trübt den Tag somit nicht.
Als unsere Freunde abreisen, wechseln auch wir Richtung Lac Annecy. Der Ort Annecy wird Venedig Frankreichs genannt, so malerisch, von Kanälen durchzogen, liegt er an dem gleichnamigen See. An diesem verbringen wir die nächste Woche auf einem Campingplatz direkt am Wasser. Auch hier finden wir tolle Klettereien, unter anderem an der Falaise de la Colombiere oder am Col de Aravis.
Schnell vergehen auch diese Tage und nach knapp 5 Wochen ist es an der Zeit die Heimreise anzutreten. Stopp machen wir noch an dem tollen Urnersee, da für den Nachmittag guter thermischer Wind angesagt ist. Wir nützen das für eine Wingfoilsession. Die malerische Umgebung und das klare Wasser dieses Teils des Vierwaldstättersees lassen diesen Nachmittag großartig werden. Noch einmal übernachten wir im Bus am Campingplatz des Windsurfspots, dann geht es nach Hause.






















